Brückenbauer

Angesichts des Mitte Dezember beschlossenen harten Lockdowns hat die Bundesregierung ihre für die Monate November und Dezember zur Verfügung gestellte Überbrückungshilfe II in Form der Überbrückungshilfe III erweitert.

 

Die Überbrückungshilfe III wird bis Ende Juni 2021 verlängert. Bei der Überbrückungshilfe III handelt es sich um Zuschüsse zu den Fixkosten, die von den Antragsberechtigten nicht zurückgezahlt werden müssen. So sollen die besonders stark von der Corona-Krise betroffenen Unternehmen weiterhin unterstützt werden.


Antragsberechtigt für die verbesserte Überbrückungshilfe III sind v. a. Unternehmen bis maximal 500 Millionen Euro Jahresumsatz in Deutschland.
Die Hilfe richtet sich an Unternehmen, die von den Corona-Schließungsmaßnahmen im November und Dezember 2020, sowie den Schließungen aufgrund des Bund-Länder-Beschlusses vom 13.12.2020 hart getroffen wurden.


Sie können Zuschüsse erhalten, wenn sie im:

- Zeitraum April bis Dezember 2020 einen Umsatzrückgang von 30 Prozent, beziehungsweise in zwei aufeinander­folgenden Monaten dieses Zeitraums, ein Minus von 50 Prozent verzeichnet haben. Die Obergrenze für die Fix­kostenerstattung beträgt hier 200.000 Euro pro Monat.

- November, Dezember 2020 und / oder im ersten Halbjahr 2021 gegenüber den Vorjahresmonaten einen Umsatzeinbruch von mindestens 40 Prozent erlitten haben. Auch hier liegt die Obergrenze bei 200.000 Euro pro Monat.
- Dezember 2020 / im ersten Halbjahr 2021 aufgrund des Beschlusses vom 13. Dezember neu geschlossen wurden oder eine sehr starke geschäftliche Abhängigkeit zu diesen geschlossenen Unternehmen haben. Sie werden mit maximal 500.000 Euro pro Monat gefördert.


Die Überbrückungshilfe III soll wieder in Form von Abschlagszahlungen an die Unternehmen ausbezahlt werden. Erstattungsfähig bei der Überbrückungshilfe III sind Fixkosten, insbesondere Mieten und Pachten, Finanzierungskosten, sowie fortlaufende betriebliche Sachkosten. Aufwendungen für Personal, für das keine Kurzarbeit vereinbart ist, werden durch eine Pauschale in Höhe von 20 Prozent der Fixkosten gefördert.


Weiterhin hat die Bundesregierung einen erweiterten Kostenkatalog herausgegeben, der auch bauliche Modernisierungs-, Renovierungs- oder Umbaumaßnahmen für Hygienemaßnahmen bis zu 20.000 Euro umfasst. Außerdem sind Marketing- und Werbekosten, maximal in Höhe der entsprechenden Ausgaben vor der Pandemie im Jahre 2019, förderfähig. 


Die Höhe der Erstattung richtet sich nach dem Umsatzrückgang während des betreffenden Kalendermonats; typischerweise im Vergleich zum entsprechenden Monat im Jahr 2019: Bei Umsatzrückgängen zwischen 30 und 50 Prozent werden 40 Prozent der Fixkosten erstattet, bei Einbußen zwischen 50 und 70 Prozent sind es 60 Prozent, und bei einem Minus von mehr als 70 Prozent werden 90 Prozent der Fixkosten erstattet.
Die Anträge können dann in der Regel über "prüfende Dritte", wie Steuerberater unter: www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de gestellt werden.

Ihr Ansprechpartner:

Wolfgang Esser

Tel.: +49 211 92595 22

E-Mail: esser@remove-this.kfz-nrw.de