Savoir-vivre mit Schinkenbrot

Hermann Bleker ist einer der beiden neuen Vizepräsidenten von KFZ-NRW. Gestartet als Citroën-Händler in Borken erstreckt sich sein Unternehmen heute über 14 Standorte und vertritt 11 Fabrikate.

 

Außerdem betreibt die Unternehmensgruppe eine eigene Fahrzeuglackiererei sowie Werkstätten für den Sonderfahrzeugbau und den Fahrzeuginnenausbau. Ein Sattlereibetrieb ergänzt das Portfolio, in dem vom Cabriodach über Individualwünsche für Autositze bis zu Behandlungsmöbeln für den medizinischen Bereich alles gefertigt werden kann.


Zu dem ersten Fabrikat Citroën gesellte sich in den 80er Jahren zuerst Alfa Romeo. 1995 folgte zuerst Peugeot und durch die Übernahme des Münsteraner Renault-Händlers Twent 2004 schließlich die vierte Marke. Mit Renault kam 2008 nach schwierigen Verhandlungen mit dem französischen Mutterkonzern auch Dacia in das Unternehmen. 2009 stieg Bleker ins Großkunden- und Flottengeschäft ein, das bis heute ein wichtiges Standbein ist. 


Ein Jahr später begann Bleker mit der konzeptionellen Entwicklung eines Autoteilezentrums. Hier gelang es dem Unternehmen ein ehemaliges Kasernengelände von fast 40.000 Quadratmetern für das eigene Logistikzentrum zu erwerben, mit dem man erfolgreich auch den vor der Haustür liegenden niederländischen Markt bedient.


Mit großem Erfolg: sieben Jahre später musste die Lagerfläche verdoppelt werden. 


Mittlerweile ist Bleker Autoteile einer von nur noch 15 deutschen Teiledienstleistungspartnern des PSA-Konzerns. Mit dem Auslaufen der Mietverträge für die ehemaligen Twent-Betriebe war man 2013 gezwungen in Münster einen neuen Standort zu erschließen. Mit dem „Autoforum Münster“ entstand an der A1-Autobahnanschlussstelle Amelsbüren ein Mehrmarkenstandort der Superlative: auf einer Frontlänge von über 140 Metern beherbergt der neue Standort neben den bisherigen Marken zusätzlich Nissan und Maserati und über 21 Hebebühnenarbeitsplätze. 


Neben umfangreichen Erweiterungen der Autohausstandorte überraschte Bleker mit innovativen Ideen wie einem eigenen Übergabezentrum, einem Touristikprogramm für Selbstabholer oder einem Studio für die Onlinepräsentation von Neu- und Gebrauchtwagen. 2017 erfolgte die Auszeichnung mit dem Service-Award. 


Innerhalb von 30 Jahren konnte das Unternehmen seinen Umsatz von 920.000 auf über 300 Millionen Euro steigern. 


Bei dieser Entwicklung erstaunt eines besonders: eine stärkere Verwurzelung mit den Menschen in der Region des Münsterlandes ist kaum vorstellbar. Hermann Bleker ist seit 2008 Obermeister seiner Heimatinnung in Borken.