Ausgabe 04 | 2025

Innenspiegel

Für einen starken Bundesinnungsverband

KFZ-NRW hält Kurs

Die Delegierten der nordrhein-westfälischen Kfz-Innungen hatten am 6.11. auf ihrer Mitgliederversammlung in Hilden über die verbandspolitische Ausrichtung ihres Landesverbandes bei der Neuordnung der Bundesorganisation(en) zu entscheiden. Präsident Frank Mund berichtete über die bisherige Entwicklung. Er unterstrich noch einmal seine Forderung, dass Zentralverband (ZDK) und Bundesinnungsverband (BIV/ZVK) künftig in enger Abstimmung miteinander arbeiten müssen. Er verwies auf den Vorschlag für eine ZDK-Satzung, den man mit den Kfz-Landesverbänden Bayern, Berlin-Brandenburg, Hamburg und Rheinland-Pfalz vorgelegt hatte. Darin habe man die gemeinsamen Gedanken für das Miteinander klar formuliert.

Mund äußerte seine Sorge über den unklaren Kurs des ZDK: „Die Dachmarke kann ihre Bedeutung nur dann sichern, wenn zweifelsfrei die Interessen der Autohäuser und Kfz-Werkstätten im Vordergrund stehen. Ein ungewisser Schlingerkurs mit Zugeständnissen an Industrie und Importeure zerstört Vertrauen.“

Einstimmig bekräftigten die Mitglieder ihren Kündigungsbeschluss gegenüber dem ZDK. Ab dem 1.01.2026 wird KFZ-NRW als Direktmitglied beim Bundesinnungsverband des Kfz-Handwerks in der Bundesorganisation verbleiben.

KFZ-NRW hatte bereits bei seiner Mitgliederversammlung im vergangenen Jahr für den Austritt aus dem ZDK gestimmt. Der damalige ZDK-Präsident Arne Joswig hatte 2024 zu den Delegierten gesprochen.

In diesem Jahr folgte der neue Hauptgeschäftsführer des Bundesinnungsverbandes, Dr. Jürgen Gros, der Einladung, um sich persönlich vorzustellen. In seinem Beitrag skizzierte er die zentralen Herausforderungen, denen sich das Kfz-Gewerbe aktuell stellen muss: die Weiterentwicklung des Berufsbildes, sowie den Zugang zu technischen Fahrzeugdaten.

Darüber hinaus machte er deutlich, dass der Bundesinnungsverband künftig verstärkt Aufgaben wie die Wartung und Reparatur von Hochvoltbatterien, die Kalibrierung und Instandsetzung moderner Fahrerassistenzsysteme (ADAS) sowie die dauerhafte Absicherung hoheitlicher Tätigkeiten – etwa der Abgasuntersuchung (AU) und der Sicherheitsprüfung (SP) bei Nutzfahrzeugen – in den Fokus nehmen werde.

Frank Mund sicherte ihm dabei die volle Unterstützung des nordrhein-westfälischen Kfz-Gewerbes zu und betonte die Bedeutung einer engen Zusammenarbeit zwischen Verband und Betrieben, um die technische Kompetenz und die unabhängige Prüforganisation im Kfz-Handwerk langfristig zu sichern.