AÜK – Einfach machen

Detlef-Peter Grün, Obermeister der Kfz-Innung Hagen/ Ennepe-Ruhr, hat die Marke AÜK bereits in seinem Kfz-Betrieb in Ennepetal eingeführt – als erster Kfz-Unternehmer in NRW.

 

TACHOMETER: Herr Grün, was verbirgt sich hinter AÜK?
Grün: Aus Sicht einer anerkannten Werkstatt nichts Neues. Kfz-Betriebe, die Abgasuntersuchungen, Sicherheits- oder Gasanlagenprüfungen durchführen, erfüllen bereits die allermeisten AÜK-Anforderungen.

 

Wie sind Sie der Qualitätsmarke AÜK beigetreten und mit welchem Aufwand war das für Ihren Betrieb verbunden?
Grün: Mit einem Formular wurden unsere Betriebsdaten, wie Name und Adresse, erfasst. Anschließend war anzukreuzen, ob wir auch zukünftig AU, SP, GAP unseren Kunden als beigestellte Prüfung zur Hauptuntersuchung anbieten möchten. Abschließend habe ich das Formular unterschrieben, eingescannt und an auek@remove-this.kfz-nrw.de gemailt. Fertig!

Klingt einfach und unproblematisch. War das denn wirklich schon alles?
Grün: Ja. Im Nachgang erhielten wir vor Ort eine ca. 30-minütige AÜK-Schulung. Bei dieser Gelegenheit wurden die Nachweise zum Meisterbrief, zu den AU/AUK-, SP- und GAP-Schulungen sowie die Verpflichtungserklärungen der verantwortlichen Personen im Betrieb erfasst. Vom AU-Beauftragten unserer Innung wurden wir tatkräftig unterstützt. Die Innung stellte auch die Kalibrierscheine der verwendeten Messmittel, wie z. B. vom AU-Gerät und dem SEP-System, in die zentrale Datenbank ein. Im Grunde genommen waren die meisten dieser Prozessschritte bereits vorher zur Durchführung von beigestellten Prüfungen als anerkannte Werkstatt erforderlich. Nur, dass die Dokumente jetzt nicht mehr, wie im letzten Jahrtausend, als Papiere in einem Aktenordner, sondern digital in einer Datenbank abgelegt werden.

 

Was hat der Beitritt und die Umsetzung in Ihrem Betrieb gekostet?
Grün: Nichts. Die Kalibrierung bzw. Eichung der Messmittel wären eventuell zu nennen. Rechnet man diese Kosten aber auf die Anzahl der jährlich durchgeführten Abgasuntersuchungen um, bewegen wir uns hier im Cent-Bereich. Diese Kosten werden über die offizielle Gebühr gedeckt. Jeder Betriebsinhaber sollte bedenken, auf welche Erträge er verzichtet, sollte z.B. bei der AU die Mängelbehebung nicht mehr im Betrieb erfolgen. Das darf auf keinen Fall, wie das Glasgeschäft, das Unfallschadengeschäft oder das Räder- und Reifengeschäft, aus der Hand gegeben werden. Die Versicherungen und Carglass haben gezeigt, wohin das führen kann.

Weitere Infos

Ansprechpartner ist:

Wolfgang Esser

Tel.: +49 211 92595 22

E-Mail: esser@remove-this.kfz-nrw.de