Die Menschen in der AÜK

In der Handwerkersprache nennt man sie „Meister und Geselle“. Im Verwaltungsdeutsch „verantwortliche Person und Fachkraft“. Und im neuen System der AÜK wird es ein paar neue Namen geben, mit denen Betriebe sich werden anfreunden müssen. Das Wichtigste vorab: das, was hinter den Begrifflichkeiten steht, bleibt gleich.

„Inspektor"


Bisher bekannt als verantwortliche Person für die Durchführung der AU (u.a.) ist er derjenige Mitarbeiter, der von der Kfz-Werkstatt im Rahmen der verwaltungsrechtlichen Anerkennung für die jeweils durchzuführende beigestellte Prüfung benannt worden ist. Er muss während der Prüfung anwesend sein und jederzeit in die Inspektionstätigkeit eingreifen können und trägt die Verantwortung für die Durchführung der Inspektion. Er arbeitet unabhängig und unparteilich, darf also keine Vergütung bekommen, die seine Inspektionstätigkeit beeinflussen könnte. Dem steht es nicht entgegen, Instandhaltungsarbeiten an später zu prüfenden Fahrzeugen durchzuführen. Neben den bekannten (AU-) Schulungen muss jeder Inspektor eine Schulung zum neuen Qualitätsmanagementsystem absolvieren. Angedacht ist, dass die QM-Schulungen später ein Teil der gesetzlich vorgeschriebenen Erst- bzw. Wiederholungsschulungen werden. Erstmalig muss allerdings eine separate Schulung absolviert werden.

„Fachkraft“
 

Hier bleibt auch begrifflich alles beim Alten. Die Fachkraft besitzt eine Abschlussprüfung in einem anerkannten Ausbildungsberuf und ist berechtigt, wesentliche Inspektionsarbeiten unter Aufsicht des Inspektors entsprechend den Vorschriften durchzuführen.

„Qualitätssicherungs-Beauftragter (QSB)“


Er ist der verantwortlicher Mitarbeiter zur Umsetzung allerQualitätssicherungsmaßnahmen. Bisher bereits musste die anerkannte Werkstatt eine Dokumentation der Betriebsorganisation nachweisen. Der QSB kann personenidentisch mit dem Inspektor sein, gerade in größeren Betrieben mit mehreren „verantwortlichen Personen“ kann es aber auch eine Person sein, die über alle die Aufsicht führt. Er ist zuständig für die

 

  • »» Kennzeichnung der Prüf- und Messeinrichtungen
  • »» Gerätedokumentation
  • »» Kalibrierungen und Prüfungen
  • »» Prüfung und Steuerung der Inspektoren

Die genannten Mitarbeiter müssen eine Verpflichtungserklärung unterzeichnen, mit der sie formal der Inspektionsstelle (bestehend aus Bundesinnungsverband, Landesverbänden und Innungen) beitreten. Das ist erforderlich, da alle innerhalb einer akkreditierten Organisation handelnden Personen dieselben Qualitätsstandards erfüllen müssen.