Werkstatt-AU – weil es Kasse macht

Manche Kfz-Unternehmer fragen sich, ob sie die AU noch selbst durchführen sollen oder künftig nur noch einer Überwachungsorganisation als Infrastrukturanbieter dienen wollen? Dabei gibt es jetzt mehr gute Gründe für die Werkstatt-AU als je zuvor!

 

Aus dem Selbstverständnis eines jeden Kompetenzbetriebes müsste die Antwort eindeutig sein. Die AU ist schließlich der High-Tech-Expertenteil an der HU und gehört in die Hände desjenigen, der im Bereich der Diagnostik zu Hause ist.


So mancher Entscheider sieht die AU lediglich unter Kostenaspekten für Beschaffung, Wartung und Prüfung des Abgasmessgerät und für die Schulung der Mitarbeiter. Dabei bleibt er aber die Antwort auf die Frage schuldig, wie er denn anderweitig seine aufgewendeten Zeiten für die Durchführung der AU an den Kunden verkaufen will.


Bei 20 Minuten je Durchgang und 500 AU jährlich sind das mal eben 170 Stunden oder - bezogen auf einen Werkstattmitarbeiter – 22 Arbeitstage oder eben 1 Monat Beschäftigung, - eine Zeit, die erst einmal anderweitig gefüllt werden müsste. Die Beantwortung dieser Frage erscheint umso dringlicher, da die meisten Kfz-Betriebe – gerade die großen – die Hauptrendite nun mal im After-Sales-Bereich generieren.


Wer auf die eigene Durchführung der AU künftig verzichten will, signalisiert seinen Kunden auch, dass er mit seinem bisherigen Anteil an der technischen Fahrzeugüberwachung überfordert ist. Er verabschiedet sich zudem ohne Not aus einem Geschäftsfeld, ohne dass er dafür ein Neues erschließen würde. Wer sich über die Werkstattkette mit den ‚drei Buchstaben‘ bislang mokierte, stellt sich jetzt mit denen in eine Reihe.

 

Dazu kommt, dass die Abgasuntersuchung Frequenz und Auslastung in der Werkstatt sichert; nicht nur durch die Untersuchung selbst, sondern auch durch die aus den festgestellten Mängeln resultierenden Folgeaufträge. Bei einer längerfristigen Betrachtung der AU-Mängelstatistik ist die Anzahl der abzustellenden Mängel gestiegen.


Mitgliedsbetriebe, die sich partout in Sachen AU abhängig machen wollen, und dazu bereitwillig Kundendaten abgeben, müssen sich nicht wundern, wenn ihre Werkstattkunden demnächst in die eigenen Prüfstellen der Organisationen oder gar in sog. Partnerwerkstätten gelotst werden. Letzteres ist im Unfall- oder Glasschadengeschäft bekanntlich längst Realität.


Vor diesem Hintergrund sollte jeder Mitgliedsbetrieb weiterhin ein Interesse daran haben, die AU als Kundenbindungsinstrument nicht leichtfertig aus der Hand zu geben.

 

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AU-Kalkulationshilfe für Betriebe

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Wolfgang Esser

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