Nicht Kamelle sondern Langzeitstrategie

Wie lassen sich die geeigneten Auszubildenden finden und binden?  Was sind die größten Fehler, die Betriebe bei der Nachwuchswerbung machen können und was hat sich durch Corona beim Recruiting geändert?

 

Diese Fragen und weitere Fragen wurden den Teilnehmern des digitalen Erfahrungsaustauschs „Azubi-Marketing“ am 25.08.2021 aus erster Hand von Profis beantwortet.


Claudia Schmitz von Intercommotion betonte in ihrem Eingangsvortrag, wie wichtig es sei, in der Nachwuchswerbung die Kamelle-Taktik zu vermeiden, also nur Aktivitäten während der Zeit des Ausbildungsrecruitings im Jahr zu fahren und während der restlichen Zeit als Betrieb wenig oder gar nicht sichtbar in den öffentlichen/sozialen Kanälen zu sein. Ein ganzheitlicher Strategieansatz, der Employer Branding-Maßnahmen ebenso enthält wie einen guten Internetauftritt und die Fokussierung auf die besonderen Vorteile, die der Betrieb den Azubis bieten kann, führt zu Nachhaltigkeit. Denn entscheidend ist die jungen Fachkräfte auch nach der Ausbildung an das Unternehmen zu binden.


Neues Bewerbungstool
Konkrete Praxisbeispiele für ausgezeichnete Nachwuchsarbeit in Werkstatt und Autohaus lieferten die nachfolgenden Referenten. Uwe Gehrmann, Geschäftsführer vom Autohaus Wicke in Bochum, stellte mit der 60-Sekunden Bewerbung ein neues Tool vor, das das Auto­haus ab der kommenden Bewerbungsphase einsetzen wird. Der Azubi klickt sich dazu einfach und intuitiv durch ein kurzes Bewerbungsformular mit den wichtigsten Angaben zu seiner Person.

 

Sebastian Schwarz vom Solinger Autohaus Nouvertné und Jana Hagel von der Autohandelskette Beresa zeigten im Anschluss wie mit Schulkooperationen und Messebesuchen die Nachwuchswerbung erfolgreich gestaltet werden kann.