Nimm 2

Fehlende Liquidität aufgrund von Umsatzeinbußen ist in der anhaltenden Corona-Krise das größte Problem vieler Kfz-Betriebe. Bereits im Frühjahr hatte das Bundeskabinett deshalb zunächst Sofort- und später Überbrückungshilfe für notleidende Betriebe zur Verfügung gestellt.

 

Seit dem 21.10.2020 können von Umsatzrückgängen betroffene Betriebe aus allen Branchen Anträge auf die Überbrückungshilfe II für den Zeitraum bis Ende 2020 stellen.  Das Hilfsprogramm wurde gegenüber der Überbrückungshilfe I ausgeweitet und vereinfacht (Stand: 29.10.2020). 

 

Es gilt: Anträge auf Hilfen aus dem 2. Überbrückungshilfeprogramm können kleine und mittelständische Betriebe (KMU-Definition) stellen, die gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum entweder 

 

- einen Umsatzeinbruch von mindestens 50 Prozent in zwei  zusammenhängenden Monaten im Zeitraum April bis August 2020 


oder


- in den Monaten April bis August 2020 insgesamt einen Umsatzeinbruch von mindestens 30 Prozent verzeichnet haben. 

 

Während die Überbrückungshilfe I auf maximal 9.000 Euro für Betriebe bis fünf und 15.000 Euro für Betriebe bis zehn Beschäftigte begrenzt war, entfällt die Deckelung in der Phase II ersatzlos.

 

Künftig werden erstattet (bis max. 200.000 Euro):
- 90 Prozent (bisher 80 Prozent) der Fixkosten bei mehr  als 70 Prozent Umsatzeinbruch,
- 60 Prozent (bisher 50 Prozent) der Fixkosten bei einem Umsatzeinbruch zwischen 50 und 70 Prozent und
- 40 Prozent der Fixkosten bei einem Umsatzeinbruch von mehr als 30 Prozent (bisher bei mehr als 40 Prozent Umsatzeinbruch).


Die Personalkosten, die nicht vom Kurzarbeitergeld erfasst sind, werden jetzt pauschal mit 20 Prozent (vormals 10 Prozent) der förderfähigen Kosten gefördert.


Bei der Überbrückungshilfe II sollen bei der Schlussabrechnung künftig staatliche Nachzahlungen ebenso möglich sein wie Rückforderungen. In der ersten Phase des Programms hatte noch gegolten, dass zu viel gezahlte Hilfen von den Betrieben zurückgezahlt werden mussten, eine nachträgliche Aufstockung der Überbrückungshilfe aber nicht möglich war.


Die Überbrückungshilfe II kann in einem vollständig digitalisierten Verfahren beantragt und bearbeitet werden. Die Antragstellung erfolgt auch im neuen Verfahren über einen „prüfenden Dritten", i. d. R. Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer. Dank Vorprüfung können die Anträge zügig beschieden und die Hilfen schnell ausgezahlt werden.


Weitere Informationen können über die Betriebsberatungsstelle unter 0211/92595-22 oder esser@remove-this.kfz-nrw.de bezogen werden.

Ansprechpartner ist:

Wolfgang Esser

Tel.: +49 211 92595 22
E-Mail: esser@remove-this.kfz-nrw.de