Ausgabe 05 | 2022

An Tagen wie diesen…

NRW-Abend und Bundestagung 2022 in Frankfurt.

An Tagen wie diesen...

… wünscht man sich Unendlichkeit – so heißt es in einem bekannten Song der „Toten Hosen“. Genau so ging es den Teilnehmern des NRW-Abends am 11. September in Frankfurt.

Nach vierjähriger pandemiebedingter Pause konnte dieses Jahr endlich wieder eine Bundestagung des Kfz-Gewerbes am Ort der Automechanika stattfinden. Untrennbar damit verbunden: der besondere Vorabend für alle Teilnehmer aus NRW. Deshalb hatte KFZ-NRW sich natürlich nicht nehmen lassen, für die Gäste aus Ehren- und Hauptamt samt Begleitung einen ganz besonderen Abend zu gestalten. Ort der Einladung war ein gläserner Pavillon inmitten einer idyllischen Parkanlage direkt am Main. Hier konnte man bei gutem Essen, erlesenen Weinen oder einem frischgezapften Bier endlich wieder gemeinsam lachen, Gespräche führen, scherzen und fachsimpeln – ganz ohne Bildschirm. Viele fanden erst zu später Stunde wieder in ihre Hotels zurück, als der Vollmond sich schon lange im Main spiegelte.

„Gut, dass es Autos gibt.“

Am folgenden Tag fand die 48. Bundestagung des ZDK statt – getreu dem Motto „Gut, dass es Autos gibt.“

v.l.n.r.: M. Büttner, F. Mund, D. Grün, K.-C. Scheck

Bundestagung 2022 in Frankfurt

Bundesminister für Digitales und Verkehr, Dr. Volker Wissing, bekräftigte die Forderung seiner Partei nach Technikoffenheit bei der Bewältigung der Verkehrswende. Die Antwort könne nicht allein in der Förderung der Elektromobilität liegen, auch synthetische Kraftstoffe für Verbrennerfahrzeuge gehörten als Teil der Lösung stärker in den Fokus. Weniger überzeugend wirkte der Minister bei seinen Zusagen für die Sanierung der Verkehrsinfrastruktur. Seine Zusage, in den nächsten vier Jahren den Sanierungsbedarf für die maroden Autobahnbrücken in ganz Deutschland, abgearbeitet zu haben, war wohl mehr von Wunschdenken als von Realität getragen. Allein für die Erneuerung der Rahmedetalbrücke werden in seinem Hause mindestens fünf Jahre veranschlagt. Aus dem Teilnehmerkreis gab es mehr Fragen, als der Minister in dem verfügbaren Zeitfenster beantworten konnte.

Das Thema „Agentursystem im Neuwagenvertrieb“ lastet einigen Händlern aktuell schwer auf den Schultern. Auch die Podiumsdiskussion zu genau diesem Thema konnte nicht alle Ängste nehmen. Mit einer Portion Humor und vielen interessanten Punkten berichtete der Neurowissenschaftler Dr. Henning Beck über das Potenzial und die Grenzen künstlicher Intelligenz. Das Fazit: nur wer die Bereitschaft hat, Fehler zu machen, kann Fortschritte für sich verbuchen! Kreativität statt Perfektion ist der Schlüssel zum Erfolg und macht den Menschen gegenüber den Elektronenhirnen zukunftsfähig. „Zukunftsforscher“ Sven Gabor Janszky wagte die steile These, dass unsere Kinder „unsterblich“ und ewig jung und gesund bleiben werden, – vielleicht etwas zu viel Optimismus, so wichtig  er gerade gegenwärtig auch sein mag.


Teilnehmer des NRW-Abends