Für eine handvoll Cents

Ab dem 1. Juli erheben die Kfz-Innungen beim Verkauf von Nachweissiegeln ein AÜK-Systementgelt.

 

Das Deutsche Kfz-Gewerbe mit seinem Zentralverband, den Landesverbänden und seinen Innungen vor Ort hat bereits große Anstrengungen unternommen, für die anerkannten Werkstätten ein vom Gesetzgeber gefordertes Qualitätsmanage-mentsystem aufzubauen. Seit Mitte vergangenen Jahres hat sich dafür der Begriff von der „Akkreditierten Überprüfung im Kfz-Gewerbe“ (AÜK) durchgesetzt. Eine wesentliche Funktion innerhalb dieses Systems hat die Zentrale Datenbank. Sie erst schafft die vorgeschriebene Transparenz, ob die anerkannten Werkstätten auch die einzelnen Anforderungen für eine weitere Teilnahme erfüllt. Die von der Kfz Gewerbe-Tochter TAK entwickelte Prüfsoftware „AÜK Plus“ verzahnt künftig Prüfungsprozess und Zentrale Datenbank und sorgt so dafür, dass die für die Ausstellung der Prüfbescheinigung relevanten Fahrzeugdaten zentral erfasst werden. Dadurch entfällt auch für die anerkannten Werkstätten die Abgabe des Prüfergebnisberichtes zur Erstellung der Jahresmängelstatistik. Die weitere Verknüpfung von Prüfungssoftware und Messgerät zur Erzeugung eines digitalen Prüfberichtes ist geplant. Zur Finanzierung des Systems werden die Kfz-Innungen den Betrieben beim nächsten Kauf von Nachweissiegeln pro Siegel zusätzlich zum Siegelpreis ein Systementgelt in Rechnung stellen. Dessen Höhe kann in den einzelnen Innungen zwischen 0,60 € und 0,90 € (zzgl. MwSt.) geringfügig variieren. 


Das sehr aufwendige Antragsverfahren bei der Deutschen Akkreditierungsstelle steht kurz vor dem Abschluss. Mit dem 1. Juli  tritt die Akkreditierung in ihre letzte Phase ein. Alle anerkannten Werkstätten, die bis dahin ihren Beitritt zur AÜK schriftlich erklärt hatten, sind damit Teil des Qualitätsmanagementsystems. Sie müssen aber spätestens bis zum Jahresende noch in der Zentralen Datenbank dokumentieren, sämtliche Anforderungen zu erfüllen.