Ausgabe 04 | 2022

Noch mehr Kohle für Stromer

Betreiber von öffentlichen Ladepunkten können von THG-Quote profitieren.

Neben den Haltern von Elektrofahrzeugen können auch Betreiber von öffentlichen Ladepunkten von der THG-Quote profitieren.

Besitzer von batterieelektrischen Fahrzeugen können ihre jährlich eingesparten CO2-Emissionen gegen eine Prämienzahlung eintauschen. Der Handel wurde ausgeweitet, womit ebenfalls die Betreiber von öffentlich zugänglichen Ladepunkten in den Genuss einer THG-Prämie gelangen können. Eine Abtretung verläuft dabei ähnlich unkompliziert wie bei Elektrofahrzeugen. Die Ladesäulenbetreiber geben einem Zwischenhändler Auskunft über den Standort, die Anzahl der Ladepunkte und umgesetzten Kilowattstunden. Der Zwischenhändler sammelt die Informationen über eingesparte CO2-Emissionen und vermittelt die Zertifikate zwischen dem Umweltbundesamt und einem Quoten-Käufer.

Was auf den ersten Blick wie ein Hintertürchen für Mineralölkonzerne wirkt, dient der Förderung von klimafreundlicher Mobilität. Die quotenpflichtigen Unternehmen subventionieren durch den Einkauf von CO2-Zertifikaten die Elektromobilität ohne den Steuerzahler zu belasten. Der Erlös aus dem Verkauf wird als jährliche Prämie ausgeschüttet.

Betriebe mit öffentlichen Ladepunkten können über den KFZ-NRW-Kooperationspartner e-mobilio auf der Plattform www.co2.auto eine Prämie von 15 Cent pro umgesetzter Kilowattstunde und Ladepunkt beantragen und damit von einem weiteren Förderbaustein profitieren.