Ausgabe 05 | 2022

Vater aller Dinge

Ehrenpräsident Gerd Schmid zum 90.


Hauptgeschäftsführer Marcus Büttner & Gerd Schmid

Vater aller Dinge

Ehrenpräsident Gerd Schmid zum 90.

Bis in das Jahr 2005 war der jülicher Kfz-Unternehmer Gerd Schmid über 30 Jahre lang das Gesicht des nordrhein-westfälischen Kfz-Gewerbes. Bis heute ist er der erste Ehrenpräsident von KFZ-NRW.
Der 1932 Geborene erwarb 12 Jahre nach Kriegsende seinen Kfz-Meisterbrief und übernahm die elterliche Kfz-Werkstatt, die er wenig später zu einem Ford-Autohaus erweiterte. Schon früh engagierte er sich in seiner örtlichen Kfz-Innung. Deren Mitglieder wählten ihn 1966 zum Obermeister. Schnell weitete er seinen branchenpolitischen Blick über den regionalen Tellerrand hinaus. 1976 wurde Gerd Schmid Landesinnungsmeister für das Kfz-Handwerk Nordrhein. Damals gab es im Kfz-Handwerk noch getrennte Branchenorganisationen im rheinischen und westfälisch-lippischen Landesteil. Auch die Interessen des Autohandels waren eigenständig organisiert. Zusammen mit Mitstreitern arbeitete Schmid zielstrebig daran, diesen Missstand zu beheben. 1990 gründeten die vier Verbände jeweils für Kfz-Handwerk und Handel in den beiden Landesteilen den Verband des Kfz-Gewerbes NRW. Es entstand eine starke Gemeinschaft von damals noch rund 50 Innungen und 8.000 Kfz-Betrieben.

Maßgebliche Geschichtsbestimmung

Dass Gerd Schmid der erste Präsident dieser neuen starken Gemeinschaft wurde, war für die Mitglieder nur folgerichtig. In den nächsten fünfzehn Jahren bestimmte Schmid maßgeblich die Geschicke von KFZ-NRW. Von der Errichtung der neuen Geschäftsstelle in Düsseldorf-Unterbach, dem Aufbau eines neuen Teams, über die Einrichtung einer Betriebsberatungsstelle bis hin zu völlig neuen Formaten der internen Kommunikation führte Gerd Schmid die neue Organisation zum Erfolg. Ein wesentliches Ereignis, das in seine Amtszeit fiel, war die ASU, heute AU, mit der die Kfz-Betriebe zu wichtigen Mitspielern in der periodisch technischen Fahrzeugüberwachung wurden. Zugleich engagierte sich Schmid 20 Jahre lang auch in der Bundesorganisation, zuletzt in der wichtigen Funktion des Schatzmeisters. 2005, da war er bereits 73, konnte Gerd Schmid nach 39 Jahren ehrenamtlichem Branchenengagement sein Amt in jüngere Hände legen. Der Solinger Ernst-Robert Nouvertné wurde sein Nachfolger.

Heute erfreut sich Gerd Schmid noch immer einer bemerkenswert robusten Gesundheit. Zwei seiner drei Söhne führen heute den Familienbetrieb in Jülich. KFZ-NRW sagt DANKE und gratuliert herzlich seinem Ehrenpräsidenten zum runden Geburtstag.