Von Zebras und Bienen

Was bedeutet Digitalisierung für Autohäuser und Werkstätten? Wo meistern Autohäuser und Werkstätten die neuen Herausforderungen?

Diese Fragen beantworteten die hochkarätigen Referenten bei der Veranstaltung „Erfolgreich in Personalführung und Digitalisierung“ am 03.09.2019 im Verbandshaus in Hilden ganz praxisnah.


Professor Trost zeigte, wie eine Führungskraft mit den schnellen Veränderungen der Digitalisierung umgeht und ihre Mitarbeiter mitnimmt. Agiert sie autoritär und gibt alle noch so kleinen Entscheidungen den Mitarbeitern vor, produziert sie eine Herde von Zebras: „Bloß nicht auffallen in der Masse.“ Der Kunde gerate ganz aus dem Fokus.


Versteht sich der Chef als Coach und lässt eigenverantwortliche Entscheidungen zu, verhält sich das Team wie ein Bienenschwarm, der sich selbst steuert. Diese Organisations- und Führungskultur erlaube es schneller und besser auf die rasanten Veränderungsprozesse im Rahmen der Digitalisierung zu reagieren.

 

Thomas Wagner, Serviceleiter im Autohaus Orth, berichtete von seinen Erfahrungen bei der Digitalisierung des Servicebereiches. Man dürfe nicht zu viel auf einmal wollen und müsse das gesamte Team mitnehmen. Dazu gehöre auch der Mut, eigenständige Entscheidungen über Prozesse oder Gestaltung der Räumlichkeiten treffen zu lassen. Am Ende sind es die Mitarbeiter, die den Prozess leben müssen. Ein von oben diktierter schlechter analoger Prozess bleibt ein schlechter Prozess, auch wenn er dann digital stattfindet. Online-Terminvereinbarung, Werkstattsteuerung bis zur Direktannahme und dem Versand von Videos an den Kunden für die Freigabe von Zusatzarbeiten, der gesamten Serviceprozess läuft digital. Hierfür wurde der Betrieb 2018 mit dem Service-Award ausgezeichnet.


In dieser Veranstaltungsreihe „Fit für die Zukunft“ in Kooperation von KFZ-NRW und Fuchs Schmierstoffe findet am 22.11.2019 das Azubi-Seminar „Fit für die Arbeitswelt“ statt.