Moderne Unfallschadenabwicklung

Der Serviceleiter vom Autohaus Ahlers in Münster sprach mit Tachometer über Schwierigkeiten im Unfallgeschäft – und wie er sie behoben hat.


Tachometer-Redaktion: Das Autohaus Ahlers hat sich bei der Abwicklung von Unfallschäden jetzt professionelle Hilfe einer Rechtsanwaltskanzlei ins Haus geholt. Wie kam es dazu?
Daniel Görlitz: Es gab immer mehr Probleme bei der Abwicklung vor allem mit den „üblichen“ Versicherungen. Auf einer Verbandsveranstaltung im letzten Sommer wurde ein Konzept vorgestellt, das wir jetzt seit ein paar Monaten testen.

Welche Probleme bei der Abwicklung meinen Sie genau?
Rechnungen wurden praktisch nie rechtzeitig und komplett bezahlt. Wir hatten immer einen riesigen Aufwand. Die Versicherung streicht ganze Positionen oder kürzt die Rechnung. Wenn gezahlt wird, dann nur zum Teil und sehr spät. Vor allen Dingen waren wir diese endlosen Diskussionen mit den Versicherungen leid.

 

Und jetzt lassen Sie Unfallschäden vom Rechtsanwalt bearbeiten. Was ist an diesem „Konzept“ neu?
Dass es kostenlos ist.

Ein Rechtsanwalt, der aus reiner Nächstenliebe arbeitet? Das wäre wirklich etwas Neues…
Genauer gesagt kostet es uns nichts. Der Clou ist: Der Kunde beauftragt den Anwalt mit der kompletten Abwicklung. Da ist dann auch unsere Reparaturrechnung einbezogen. Wir sind aus allem raus. Sollte sich herausstellen, dass der Kunde den Unfall teilweise oder zu 100 % verschuldet hat, kümmern sich die Anwälte um die Abwicklung mit der Vollkaskoversicherung.

Können Sie das bitte näher beschreiben? Wenn ich einen Unfall habe, sagen wir, mir ist einer reingefahren…
… dann kommen Sie in unser Autohaus und sagen, dass Sie einen Unfall hatten. Anschließend fragen Sie nach einem Kostenvoranschlag. Das ist zunächst der normale Weg. Wir erklären Ihnen dann unser Konzept, ob Sie es annehmen möchten, entscheiden Sie selbst. Fast alle sagen „ja“.

Der Anwalt sitzt aber nicht in Ihrem Autohaus und wartet auf Mandanten!?
Muss er nicht. Weil der Kunde bei uns einfach eine Vollmacht unterschreibt, war’s das.

 

Und vereinbart dann einen Termin beim Anwalt?
Eben nicht. Es läuft alles automatisch. Das Einzige, was wir machen müssen: Der Anwalt braucht natürlich weitere Infos. – Wie ist der Unfall abgelaufen? Wie und wo ist das Auto beschädigt? – Kontaktdaten von uns, dem Kunden, dem Unfallgegner, der gegnerischen Versicherung usw.. Hilfreich ist, wenn man eine polizeiliche Unfallmitteilung hat.


Also doch Papierkram…
Zum Glück nicht. Dafür gibt es ein Schadenportal, das über das Internet läuft. Wir reichen die Daten ein, können Berichte, Fotos und andere Dokumente hochladen. Mit ein bisschen Übung dauert das maximal eine Viertelstunde.


Das heißt weniger Aufwand?!
Absolut. Einmal Daten eingeben, den Rest regeln die Anwälte. Erst wird das Gutachten erstellt und anschließend die Freigabe von der Versicherung eingeholt, dannach wird mit der Reparatur begonnen. Unsere Rechnung laden wir im Portal hoch und das Geld kommt viel schneller als vorher. Wir sind super zufrieden! Die Kunden übrigens auch, da ihre Ansprüche durchgesetzt werden: Wertminderung, Ersatzwagen, Schmerzensgeld… Allerdings muss man sagen, dass das Konzept auf Haftpflichtschäden ausgelegt ist. Kaskofälle werden gegen eine geringe Pauschalgebühr auch übernommen.


Wie ist Ihr Fazit?
Keine Kosten, keine Diskussionen mit der Versicherung und zufriedene Kunden. Einfach top!

 

Rainer Ahlers ist langjähriger Obermeister der Kfz-Innung Münster.

Weitere Informationen

Christian Hagemeyer

Tel.: +49 211 92595 26
E-Mail: hagemeyer@remove-this.kfz-nrw.de

 

Betriebe, die ihr Unfallgeschäft modernisieren wollen, können sich unter Tel.: +49 211 92595 26 oder E-mail: hagemeyer@remove-this.kfz-nrw.de beim Verband informieren oder direkt Kontakt mit der Kanzlei aufnehmen:

 

Haas Rechtsanwälte, Düsseldorf

Tel. 0211-4 91 40-0

kanzlei@remove-this.haas-law.de
www.haas-law.de