AU bleibt wichtiger Imagefaktor

Am 11. Dezember 2019 lud KFZ-NRW zum Marktplatz Dieselnachrüstung.

 

Das Kraftfahrt-Bundesamt erteilte im August 2019 den ersten Systemen zur Diesel Hardwarenachrüstung die Allgemeine Betriebserlaubnis. Die Freigabe ermöglicht ab sofort die Umrüstung von Euro-5 Diesel PKW der Marken Daimler, Volkswagen, Audi, Volvo, Škoda und Seat. Gerade die Modelle von Volkswagen und Audi (Motoren der Baureihen EA189 und EA288), die den Diesel-Skandal ausgelöst hatten, können nun endlich nachgerüstet werden. Mehr als 5 Millionen in Deutschland zugelassene Diesel-Fahrzeuge mit der Euro-5-Abgasnorm sind wegen ihres überhöhten NOx-Ausstoßes von möglichen Fahrverboten betroffen. Die Deutsche Umwelthilfe hatte bereits viele Städte bundesweit aufgrund der anhaltenden NOx-Grenzwertüberschreitungen verklagt.

 

NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser warb gemeinsam mit Frank Mund, Präsident von KFZ-NRW, für die Hardwarenachrüstung von Euro-5-Diesel. „Der heute vom Kfz-Gewerbe organisierte Marktplatz zu den Möglichkeiten der Hardware-Nachrüstung bei Diesel-Fahrzeugen zeigt eindrucksvoll, dass die Nachrüstunternehmen praktikable und funktionierende Lösungen entwickelt haben, die jetzt auch zum Einsatz kommen müssen“, sagte Ministerin Heinen-Esser. Sie forderte bei ihrem Besuch die Automobilhersteller auf, ihrer Verantwortung nachzukommen und die Kunden bei der Nachrüstung finanziell zu unterstützen. „Dadurch kann die Luft in den Städten
rasch verbessert und zugleich die individuelle Mobilität sicher­gestellt werden“, so Heinen-Esser weiter.


"Ich kann nur jedem Betrieb empfehlen, von diesem Programm Gebrauch zu machen."


Zu diesem Anlass haben die Nachrüsthersteller Baumot Group AG, HJS Emission Technology GmbH und die Pley SCR Technology GmbH ihre Systeme vor Ort präsentiert. Im Anschluss an die Präsentation hatten die Teilnehmer Gelegenheit, Fachfragen zu den Nachrüstmöglichkeiten zu stellen.


Präsident Mund rückte nochmals das Thema Fördermöglichkeiten für die jetzt freigegebenen Systeme in den Fokus. Von den Fahrzeugherstellern unterstützen zurzeit nur die Daimler AG und der Volkswagen Konzern die Nachrüstung, allerdings nur in sogenannten „Intensivstädten“. Heinen-Esser forderte die Automobilhersteller auf, ihr finanzielles Engagement in ganz Deutschland einzubringen. „Die auf Regionen begrenzte Nachforderung geht mir furchtbar gegen den Strich“, so Heinen-Esser. Sie versucht eine flächendeckende Förderung zu erreichen. Neben Privatpersonen sind auch Unternehmer eine wichtige Zielgruppe. Die Ministerin wies hierzu auf die bestehenden Fördermöglichkeiten hin: „Für die Hardware-Nachrüstung gewerblicher Service- und Lieferfahrzeuge kann das Förderprogramm der Bundesregierung genutzt werden. Die Förderbeträge für die Fahrzeuge wurden durch die Bundesregierung noch einmal erhöht. Ich kann nur jedem Betrieb empfehlen, von diesem Programm Gebrauch zu machen.“

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Frank Wollny

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