AÜK – gerne in Herne!

Die Innung Herne ist Spitzenreiter bei der Umsetzung der AÜK. Wir haben Herrn Pelz gefragt, was das Geheimnis ist.

 

TACHOMETER: Herr Pelz, Sie waren Ende Juni die einzige  Innung mit bereits über 50 Prozent beigetretener Werkstätten.  Wie haben Sie das geschafft?
Pelz:
Wir arbeiten schon lange an den Beitrittserklärungen.  Vor ungefähr einem Jahr haben wir mit ersten Infos über Neuerungen begonnen. Wir wollten nicht mit einem Beitrittsformular von heut auf morgen die Betriebe überfallen. Ende 2019 fiel bereits der Startschuss für das aktive Einbinden.


TACHOMETER: War viel Überzeugungsarbeit notwendig?
Pelz:
Überzeugungsarbeit war notwendig. Das lag vor allem  daran, dass die Akkreditierung eine völlig neue Sache für die  Betriebe war. Wir kamen mit neuen Spielregeln ohne große  Vorwarnung aus den Medien. Aber ein Gespräch darüber, über die Notwendigkeit, hat Vieles vereinfacht. Natürlich waren auch die Vorteile für den Betrieb wichtig, wenn er auch in Zukunft AUs durchführen kann.


TACHOMETER: Welches Argument war ausschlaggebend? 
Pelz:
Grundsatz ist: Wer den Anforderungen der StVZO nicht entspricht, darf keine AU durchführen. Nun haben die meisten Betriebe sowieso einen AU-Tester inklusive laufender Kosten dafür. Er wird für Sonderprüfungen oder Arbeiten nach Herstellervorgaben gebraucht. Warum also nicht zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen und ihn noch zusätzlich nutzen?  Eine kurze Beispielrechnung hilft da sehr, dafür muss man  auch kein Betriebswirt sein.
 

TACHOMETER: Es gab ein Info-Schreiben an die Betriebe  Mitte Mai. Was stand drin?
Pelz:
Darin haben wir nur über AÜK informiert, erklärt was sie bedeutet und vor allem warum die Einführung notwendig war. Das ist ja keine Erfindung des Deutschen Kfz-Gewerbes. Es ist eine Antwort auf die künftige Änderung der StVZO und wurde im Interesse der Betriebe eingeführt. Es soll die Arbeit erleichtern und nicht erschweren.


TACHOMETER: Herr Grzelka, Sie sind Inhaber von MAS Fahrzeugtechnik Lilie & Grzelka und der AÜK beigetreten. Fiel Ihnen diese Entscheidung leicht?
Grzelka:
Absolut überzeugt war ich am Anfang noch nicht.  Aber es ist ein Muss, wenn man die beigestellten Prüfungen weiter durchführen möchte. Wie Herr Pelz sagte, in unserem Betrieb benötigen wir den AU-Tester sowieso, egal ob wir eine AU durchführen oder nicht. Der Vorgang der AU verändert sich nicht, lediglich die Dokumentation wird modernisiert.


TACHOMETER: Und der Beitritt an sich? Gab es Schwierigkeiten?
Grzelka:
Nein, absolut nicht. Das Beitrittsformular lag dem Rundschreiben bei. Ich musste nur meine Betriebsdaten eintragen und es unterschrieben an die Innung zurücksenden. Einfacher ging es nicht.

 

Ihr Ansprechpartner:

Christian Derr

Tel.: +49 211 92595 11

E-Mail: derr@remove-this.kfz-nrw.de