Prüfmittelkalibrierung – KFZ-NRW hilft!

Alle Abgasgeräte müssen spätestens zum 01.01.2020  eine gültige Eichung und Kalibrierung aufweisen, andernfalls dürfen sie für die Durchführung der Abgasuntersuchung nicht weiter verwendet werden.

Durch die in NRW gültige Ausnahmeregelung wird die Nutzung der AU-Geräte bei gültiger Eichung und verbindlicher Beauftragung eines akkreditierten Kalibrierlabors, wie die TAK CERT GmbH, bis dahin noch toleriert.


Abgasmessgeräte, die in 2019 erstmalig in Betrieb genommen werden, sind bereits vor der ersten Benutzung zu kalibrieren und müssen dann alle 12 Monate erneut kalibriert werden. Die in den Kfz-Betrieben bereits vorhandenen Abgasmessgeräte sind bei Wartung, Prüfgasjustage oder Reparatur zu kalibrieren. Danach müssen sie ebenfalls alle 12 Monate erneut kalibriert werden. Eine erfolgreich durchgeführte Kalibrierung wird durch einen Kalibrierschein und einer auf dem Abgasmessgerät anzubringenden Kalibriermarke dokumentiert. Abgasmessgeräte, die eine Kalibrierung nicht bestehen, dürfen bis zu ihrer Instandsetzung und einer erneuten, positiv abgeschlossenen Kalibrierung nicht mehr für die Abgasuntersuchung eingesetzt werden. Neben der Kalibrierung durch ein akkreditiertes Prüflabor müssen alle für die Abgasuntersuchung eingesetzten Geräte zusätzlich geeicht werden. KFZ-NRW drängt in Bund und Land auf die Abschaffung dieser völlig unsinnigen Doppelprüfung.


Für welche Schadstoffklasse (Euro-5/Euro - oder Euro-6/Euro-VI) ein im Betrieb vorhandenes Abgasmessgerät verwendet werden kann, entscheiden Genauigkeitsklasse (Viergastester) und Fehlergrenze (Trübungsmessgerät). Mit der Genauigkeitsklasse „00“ und „0“ dürfen alle Ottofahrzeuge geprüft werden, mit Genauigkeitsklasse „1“ nur bis einschließlich Euro-5/Euro-V. Mit einer Fehlergrenze +/- 0,1 m⁻1 dürfen alle Dieselfahrzeuge geprüft werden, mit einer Fehlergrenze +/- 0,3 m⁻1 nur bis Euro-5/Euro-V. Über die Geräteunterlagen oder durch das Typenschild kann eine erste Einschätzung der Genauigkeitsklasse/Fehlergrenze erfolgen. Die Verwendung des Geräteleitfadens 5.01 ist bei Euro-5/Euro-V und Euro-6/Euro-VI Fahrzeugen zwingend vorgeschrieben. Wird ein älterer Geräteleitfaden (5.0, 4.0 u. älter) verwendet, dürfen unabhängig von Genauigkeitsklasse oder Fehlergrenze ausschließlich Fahrzeuge mit einer Erstzulassung bis 31.12.2005 geprüft werden.


Auch KFZ-NRW bietet den Service der Kalibrierung.

Wichtige Hinweise zur Kalibrierung

Kalibrierungen dürfen nur von akkreditierten Prüflaboren durchgeführt werden. Diese sind an der Akkreditierung, die immer mit dem Symbol der DAkkS und diversen Nummern (ein Beispiel siehe rechts) versehen ist, zu erkennen.


Hinweis: Bis auf weiteres werden auch Kalibrierungen an Prüfmitteln, die eine Überwachungsorganisation (ÜO) im Rahmen der HU oder SP benutzt, akzeptiert, wenn die ÜO die Kalibrierung selbst durchgeführt hat. Der Kalibrierschein muss kein Symbol der DAkkS tragen, er muss aber deren formalen Anforderungen entsprechen. Wer was kalibrieren darf, kann auf der Homepage der DAkkS abgefragt werden:

 

www.dakks.de/content/akkreditierte-stellen-dakks

1) Die Druckumsetzer müssen gem. Bremsenprüfstandsrichtlinie im Zuge der Stückprüfung mit geprüft werden. Die Richtlinie bezeichnet diese Prüfung als Kalibrierung (nicht zu verwechseln mit der Kalibrierung nach DAkkS-Standard). Diese Kalibrierung im Rahmen der Stückprüfung ist im Stückprüfungsprotokoll des BPS zu vermerken. Über die Kalibrierung nach DAkkS-Standard ist ein eigenständiges Prüfprotokoll zu erstellen.


2) Eine Kalibrierung ist nur dann erforderlich, wenn der SP-Adapter als VZM eingesetzt wird. Gem.  Verkehrsblatt  21-2018, Nr. 156, muss ein VZM vor dem ersten Einsatz und danach wiederkehrend spätestens nach 24 Monaten kalibriert werden.


3) Ist anzuwenden seit dem 01.01.2019. Für Messmittel mit einer Prüffrist von mehr als 12 Monaten bereits seit dem 01.01.2018.


4.) Viele Lehren in Schablonenformat sind nicht kalibrierfähig. Es wird daher empfohlen, im Rahmen einer amtlichen Prüfung einen kalibrierten Messschieber einzusetzen.


5) Es werden lediglich die Neigungen und Ebenheiten nebst zulässigen Toleranzen geprüft.


6) Ausnahme:  in Reifenmontiereinrichtungen installierte Reifendruckmessgeräte, wenn der Reifendruck durch ein dem Mess- und Eichgesetz entsprechendes anderes Messgerät kontrolliert wird.