Ausgabe 05 | 2022

Schnell reagiert

Neue Aufstellung in der Energiepolitik.

Schnell reagiert

Schnell reagiert hat unsere Regierung in der Tat. Wurde gestern noch mit dem BEG (Bundesförderung für effiziente Gebäude) der Einbau von neuen Gasheizungen gefördert, so macht der interessierte Kunde heute die berühmte lange Nase. Mit dem Krieg in der Ukraine und der deutlich reduzierten Lieferung billigen russischen Gases galt es, sich in der Energiepolitik neu aufzustellen.

Die Energiewende wird dennoch weiter kräftig gefördert. Dieses betrifft den Bau neuer Gebäude aber auch die Modernisierung von Bestandsgebäuden. Hier können Zuschüsse von bis zu 40 % fließen, und zwar als Barzuschuss. Bei der Variante Modernisierung werden Maßnahmen an der Gebäudehülle (hierzu gehören u.a. auch die Tore in der Werkstatt), der Anlagentechnik (hierzu gehört auch die Beleuchtung) und der Heizung ebenso wie die Fachplanung und die Baubegleitung gefördert.

Galt beim alten BEG noch der Sonderbonus von 10 % nur bei einer Erneuerung der Ölheizung, so wurde dieser nun auf Kohle- und Nachtspeicherheizungen erweitert.

Damit die Fördergelder auch später wirklich fließen, muss beachtet werden, dass eine geplante Maßnahme immer vor Beginn beantragt werden muss. Der Antrag erfolgt über ein Onlineportal.

Es werden im Bereich Gas derzeit Preissteigerungen an den Handelsbörsen von bis zu Faktor 7 beobachtet und auch der Strompreis zieht deutlich an. Bei solch drastisch steigenden Energiekosten drängt sich die Suche nach Einsparpotenzialen im eigenen Unternehmen geradezu auf. Hier sollte schnell reagiert werden. Auch wenn die Gas-Sicherungsumlage vorerst wieder vom Tisch ist, ist das Nachfolgemodell „Gaspreisdeckel“, zwar beschlossen, aber noch nicht im Detail bekannt. Eine Expertenkommission soll Vorschläge zur Ausgestaltung erarbeiten. Was dabei unterm Strich auf die Unternehmen zukommt, bleibt bis dahin offen. 

Und dann wäre da noch die Frage, ob das Unternehmen bei einer sog. Gasmangellage den Hahn zugedreht bekommt. Dazu hat das zuständige Ministerium bereits erklärt, dass Kunden im Standardlastprofil geschützt sind, wenn sie eine Anschlussleistung von maximal 500 kW bzw. einen Jahresverbrauch von 1,5 Millionen kWh aufweisen. Damit zählen die allermeisten Handwerksbetriebe zu den geschützten Kunden.

Ein Informationsblatt, aber vor allem eine kostenfreie Energieberatung, gerne auch mit einer Thermographie, können bei Herrn Felix Lindhorst angefragt werden.

Felix Lindhorst

Felix Lindhorst

Redaktion Technik