Ausgabe 01 | 2026
Berufsbildung
Abgeschlossene Ausbildungsverträge im Ausbildungsberuf Kfz-Mechatroniker weiterhin beliebt
Leichtes Minus, starke Branche
Die Zahlen senden ein gemischtes Signal. In Nordrhein-Westfalen wurden 4.767 neue Ausbildungsverträge im Kfz-Handwerk abgeschlossen – ein Rückgang von 3,1 Prozent. Auch bundesweit sinkt die Zahl leicht. Nach Jahren mit deutlichem Wachstum wirkt das zunächst wie ein Dämpfer, doch der erste Blick täuscht.
Denn entscheidend ist nicht der Rückgang, sondern das Niveau. Trotz Minus bleibt die Zahl der Neueinsteiger höher als in den Jahren 2016 bis 2023. Das Kfz-Handwerk hält damit seine starke Position im Wettbewerb um Nachwuchs. Stabilität zeigt sich nicht im Wachstum, sondern im Durchhaltevermögen.
Besonders deutlich wird das im Vergleich zu anderen Berufen. Der Kraftfahrzeugmechatroniker bleibt weiterhin die Nummer eins unter den gewerblich-technischen Ausbildungsberufen in NRW und Deutschland. Auch andere große Handwerksberufe verzeichnen Rückgänge. Der Unterschied liegt im Ausgangspunkt. Die Kfz-Ausbildung bleibt der Maßstab.
Regional zeigt sich zudem Bewegung. In einzelnen Bundesländern steigen die Vertragszahlen sogar leicht. Das deutet darauf hin, dass gezielte Maßnahmen greifen, etwa im Nachwuchsmarketing oder in der Ansprache junger Menschen. Erfolg ist kein Zufall, sondern das Ergebnis konsequenter Arbeit.
Nachlassen ist keine Option. Wer heute ausbildet, sichert morgen die eigene Leistungsfähigkeit. Jeder Ausbildungsvertrag ist mehr als eine Zahl, er ist eine Investition in die Zukunft. Ausbildung bleibt die wichtigste Währung im Handwerk.
