Ausgabe 02 | 2026
Innenspiegel
Aktuelle Themen beim Kongress "Zukunft Handwerk 2026"
Fachkräfte, KI, Nachfolge
Beim Kongress „Zukunft Handwerk 2026“, den der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) in München ausrichtete, wurde deutlich: Die Branche ist bereit für Veränderung. Aber sie erwartet mehr als Begriffe wie Digitalisierung, Transformation oder Nachhaltigkeit. Entscheidend ist, was davon im Betrieb ankommt. Denn für Inhaberinnen und Inhaber zählt am Ende nicht das Schlagwort, sondern die Lösung, die morgens um sieben funktioniert.
Viele Branchenveranstaltungen entwerfen große Zukunftsbilder. In München stand dagegen der Betriebsalltag im Mittelpunkt. Mehr als 2.600 Teilnehmer sprachen über Themen, die Handwerksbetriebe längst spüren: fehlende Fachkräfte, offene Nachfolgen und immer mehr Verwaltung. Die Diskussion begann nicht bei Trends, sondern bei den konkreten Problemen im Betrieb.
Auch Künstliche Intelligenz wurde deshalb nüchtern betrachtet. Nicht als Ersatz für Menschen, sondern als Werkzeug zur Entlastung. KI kann Dokumentationen vorbereiten, Termine koordinieren und Abläufe verbessern. Sie übernimmt Routinen. Der Mensch behält so die Verantwortung und die Entscheidung.
Besonders deutlich wurde das beim Thema Nachwuchsgewinnung. Betriebe suchen nicht nur Auszubildende. Sie suchen Menschen, die Verantwortung übernehmen und mit dem Unternehmen wachsen wollen. Ausbildung wird damit zur Zukunftssicherung.
Das Kfz-Gewerbe kennt diesen Wandel gut. Hochvolttechnik, Assistenzsysteme, Software und steigende Anforderungen verändern die Arbeit. Wer bestehen will, braucht mehr als modernes Werkzeug. Entscheidend ist, neue Ideen in funktionierende Prozesse zu bringen.
